Das Gesicht des Toten
Schnitzen im Totholz der Wildnis

In der Atmosphäre eines mystischen Waldstückes wollen wir uns eine Nacht lang mit Unterstützung abgestorberner Bäume intensiv mit der toten Welt in uns auseinandersetzen, um tags darauf mit Stechbeitel und Klöpfel bestückt, in toten und liegenden Stämmen oder Wurzeln das entstehen zu lassen, was vorher noch keiner sehen konnte. Im Dialog mit dem scheinbar Toten soll frei von Zwängen und Erwartungen das „Gesicht“ des Innewohnenden entstehen. Wir wollen uns überraschen und beglücken lassen von unseren Schöpfungen und uns anschließend ganz bewusst von ihnen trennen. Der Wald soll sie als Geschenk dafür behalten dürfen, dass er uns täglich so selbstlos dient und wir die natürlichen Kreisläufe vom Werden und Vergehen akzeptieren. So wird auch unser losgelassenes „Kunstwerk“ zur Grundlage für Neues.


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